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   Spisska Nova VesDie Denkmäler > Reduta

Reduta

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Das Spezifikum der Theatergebäude in der Slowakei besteht in ihrer Anbindung an die mitteleuropäische kunsthistorische und Theatertradition. Die Gebäude entstanden in einer Zeit, als die slo­wakischen Städte Mehrvölkerstädte waren. Deshalb sind, außer Martin, das das Zentrum des slowakischen Nationallebens war, österreichische und ungarische Baumeister Autoren der Theater­gebäude.

Bis heute sind in der Slowakei acht historisch wertvolle Theater­gebäude geblieben, die betreffs der Zahl eine unzahlreiche, aber kvalitativ bunte Gruppe bilden. Von Bratislava bis Spišská Nová Ves in der Zeit eines Jahrhunderts (das Theater in Hlohovec wurde im Jahre 1802 und Reduta mit dem Theater in Spišská Nová Ves in den Jahren 1902 - 1905 gebaut) stellen die eine Art Muster der architektonischen, kunsthistorischen und Theaterorientierung dar. Das letzte Gebäude der Reihe der historischen Theaterarchitektur in der Slowakei ist das Jugendstilgebäude des Zipser Theaters in Spišská Nová Ves.

Auf der Stelle, auf der heute das Theatergebäude steht, stand 1844 ein ebenerdiges Gasthaus. Im Jahre 1863 baute es der Baumeister Andreas Roth um, indem er an einer Seite des Hauses einen Theatersaal und an der anderer Seite einen unspezifizierten Saal anbaute. Das erhaltene Projekt ilustriert ein geräumiges Theater, das im 19. Jahrhundert nicht üblich war. Der Architekt Kálmán Gerster entwarf in dem heutigen Jugendstilgebäude neben dem Theater auch ein Hotel und ein Café. Die Anzahl der Sitzplätze belief sich auf 235. Eine langjährige Beschreibung spricht von einer weißen und von einer goldenen Dekoration. Zu den wohl graziöse­sten Gebäuden der Stadt gehört historische Reduta. Sie wurde nach Plänen des Architekten Kálmán Gerster in den Jahren 1900 -1905 gebaut. Dieses gemütliche, viel Romantik ausstrahlende Gebäude mit seinen vier Ecktürmchen steht auf der Stelle, wo der ursprüngliche historische Stadtplatz endet. Das mächtige Eingangsportal an der Südseite ist durch den Balkon begrenzt. Das Dach endet mit einem auf einer Leier sitzenden Schwan, was bedeu­tet, daß in diesem Teil des Gebäudes sich das Theater befindet. Was die Inteherurausschmückung anbetrifft, besonders interessant ist der mächtige Luster und über dem Portal die Wandmalerei von Jozef Hanula.

In diesem Gebäude befindet sich heute neben dem Zisper Theater auch ein Restaurant, sowie das Kaffeehaus Sonata. Außerdem ist hier das städtische Kulturzentrum untergebracht, das die Kulturveranstaltungen der Stadt vorbereitet. Ein Raum des Gebäudes - der Konzertsaal, ist für Konzerte klassischer Musik und auch für Kammerkonzerte ausgenützt. Sehr stark ist in der Stadt auch Theaterwesen präsent. Hier arbeitet ein professionelles Ensamble des Zipser Theaters sowie Laienspielgruppe Hviezdoslav, die auf eine schon über 50-jährige Tätigkeit zurückblicken kann.