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Römisch-katholische Kirche

Die Architektur der römisch-katholischen Kirche zur Maria Himmelfahrt, die im ursprünglichen Zustand teilweise bis heute erhalten ist, stellt ihren Bau in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Kirche ist ein drei-schiffiger Hallenbau im Pseudobasilikastil mit einem neuen mehreckigen Chorabschluß. Der Nordseite des Chores ist eine Sakristei angebaut. Ursprünglich war es eine Kapelle, die dem Heiligen Michael Archangel ge­weiht wurde. An die Nordseite der Kirche wurde die der Heiligen Barbara geweihte Kapelle zugebaut und sie war im Jahre 1395 eingeweiht.

Einer der schönsten kunstbildenden Teile der Kirche ist das Portal auf der Südseite. Das Relief des sehenswerten Tympanons stellt die Krönung der Gottes Mutter Jungfrau Maria dar. Dieses Relief über der künstlerisch schönen Pforte ist eine der ältesten Plastiken in der Slowakei.

Der Vorderteil der Kirche-Presbyterium, oder das Heiligtum, hat ein rei­ches Sterngewölbe, das aus der Zeit des Umbaues des ganzen Heiligtums im Jahre 1771 stammt und mehr oder weniger im Barockstil gebaut ist. Reich bemalt ist auch das Heiligtumgewölbe: Motiv des Heiligen Geistes und Engel. Es ist das Werk vom Meister Felix Dabert aus dem Jahre 1887. Das Barockchor, das im Jahre 1789 gebaut wurde, ist durch die klassizis­tische Stuckdekoration verziert.

Der ursprüngliche gotische Hauptaltar wurde schon im Jahre 1621 durch einen anderen, den Renaissancealtar ersetzt. Die Schutzheilige der Pfarrkirche Jungfrau Maria Himmelfahrt blieb immer als Hauptgestalt. Der jetzige Hauptaltar wurde in der Werkstatt vom Meister Dominik Demetz aus Groden-St. Ulrich in Tirol im Jahre 1886 hergestellt. Er wurde vom dama­ligen Pfarrer Štefan Koštialik bestellt. Es geschah in den Jahren 1886 -1887, als die umfangreiche Restaurierung der Kirche realisiert wurde. Die Kanzel ist das Werk des Holzschnitzers Július Fuhrnabb und stammt aus dem Jahre 1886.

Die wertvollste Statuengruppe der Kreuzigung: Kruzifix, Schmerzliche Jungfrau Maria und Hl. Johannes stand ursprünglich auf dem Balken im Siegbogen. Nach der Beseitigung des Balkens wurde sie im Seitenschiff am Südportal lokalisiert. Sie gehört zu den besten Werken, die je von der Werkstatt des Meisters Paul aus Levoča hinauskamen. Sie stammt aus dem Jahre 1520.

Im Heiligtum über der Sakristei hängt ein wertvolles Tafelbild, das den zu Tode gemarterten Jesus Kristus und Schmerzliche Jungfrau Maria dar­stellt. Das Bild war ein Bestandteil des alten Altars der Schmerzlichen Jungfrau Maria. Es stammt aus der Zeit um das Jahr 1500 und es wurde vom Meister Mikuláš aus Levoča hergestellt.

In der Pfarrkirche gibt es einige Kleinodien. Reliquiar in der Kreuzform von Mikuláš Gallicus aus Siena, stammt aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und es ist 42 cm hoch. Wertvoll sind Pazifikale aus dem 15. Jahrhundert. Monstranz, die vom Anfang des 16. Jahrhunderts stammt, ist dem Košicer Juwelier Antonius zugeschrieben. Der Kelch von Ján Kolbenhayer aus Levoča aus dem Jahre 1795 ist 25 cm hoch und es ist das vergoldete Silber. Das bronzene Taufbecken ist aus dem Jahre 1549. Es ist ein von den letzten Taufbecken, die in der berühmten Metallgießerei in Spišská Nová Ves gegossen wurden. Seine Dekoration hat Motive der Kreuzigung, männlichen Köpfe und beflügelten Engel. Sie hat schon einen Renaissancecharakter.

Wenn wir die einzelnen architektonischen Elemente dieser Kirche und der Kirchen, die in den nahestehenden Städten gebaut wurden, verglei­chen, stellen wir fest, daß sie von denselben Meistern gebaut wurde, die auch den St. Jakobs Dom und die alte Minoritenkirche in Levoča bauten.