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   Spisska Nova Ves > Historie

Historie

Erste schriftlliche Erwähnung

Über dieses neue Gebiet - über das neue Dorf spricht eine Urkunde vom Erzbischof Filip aus dem 29.- sten November 1268, in der zum ersten Mal „plebanus de Villa Nova“ erwähnt wird. Das ist die erste schriftlliche Nachricht über die Stadt Spisska Nova Ves.

Aus dieser Urkunde erfahren wir einige Tatsachen: erstens: Spisska Nova Ves existierte schon im Jahr 1268 und sie war besiedelt. Zweitens: in diesem Jahr standen hier schon auch ein Pfarrhaus und eine Kirche. Weil das Regionsleben im Mittelalter eine sehr wichtige Rolle spielte, war es sehr nötig eine kirchliche Botschaft aufzubauen und zu entwickeln und eine Kirche aufzubauen. Das beduetet, dass das Jahr 1268 keinesfalls das Jahr der Gründung der Stadt Spisska Nova Ves ist.

Die Archäologen fanden am „alten Iglov“ auch einen Reihenfriedhof. Sie nahmen an, dass dort auch die Ruine der Kirche von Großmähren sein konnte. In den Zeiten der Besiedlung der Stadt Spisska Nova Ves gab es einen Brauch, dass mehrere Dörfer ein gemeinsames Pfarrhaus und eine gemeinsame Kirche hatten. Diese standen auf dem Gebiet des Dörfers, das am ältesten, am größten, oder gesellschaftlich am bedeutendsten war. Wir können also voraussetzen, dass so auch in unserem Fall war. Die Kirche diente zuerst den Begründern und Ansiedlern, später bauten die Ansiedler derzeitige Kirche auf und diese Kirche wurde der Sitz des Pfarrers aus „Villa Nova“- Spisska Nova Ves.

Die Stadt Spisska Nova Ves gehörte unter privilegierte Dörfer der Zipsersachsen. Diese Ansiedler besaßen mehrere Privilegien des Stadtcharakters schon in den Zeiten des ungarischen Königs Belo IV. Diese Wirklichkeit bemerkt auch der Einleitungsaufsatz des Kolektivprivilegiums, in dem König Stefan I. sagt: Hier geht es nicht um neue Privilegien, aber um die Direktive deren, die sein Vater Belo IV. verlieh und bestätigte. Diese privilegierten Dörfer der Zipsersachsen, zu denen auch Spisska Nova Ves gehörte, nannten sich später Städte, weil sie seit dem Beginn solche Privilegien hatten, die ihnen in der existierenden Situation das Stadtcharakter bestimmten, weil sie das Recht hatten, seinen Selbstverwaltungsvertreter - den Richter zu wählen.

In dem Kolektivprivileguim der Zipsersachsen, das König Stefan V. am 24.- sten November 1271 ausstellte, finden wir auf der ersten Stelle das Privilegium, das Zipsersachsen von den Zahlungen verschiedener Gebühren und von den Naturalienabgaben befreite. Gleichzeitig bekamen die Ansiedler  diese Rechte: Erz zu suchen und zu fördern, Fischfangrecht, Jagdrecht und Recht Wälder zu roden.

Schon der ungarische König Belo IV. der das Wirtschaftsniveau heben und das Land militärisch stärken wollte, lud in ungarisches Reich hauptsächlich deutsche Ansliedler ein, die in den Handwerken, im Handel und in Wirtschaften geschickt waren. Aber diese Tatsache war nicht nur die einzige Ursache für die schnellere Besiedlung. Er gab den Ansliedlern viele Begünstigungen, damit er sie zu der militärischen Pflicht verband. Diese Faktoren trugen zur Stärkung der Wirtschaft des Landes und zur Wehrfähigkeit bei.

Eine der Ursachen, warum hier die Sachsen eingeladen wurden, war die Besiedlung unseres Gebietes, Es waren hier aber auch viel mehr wichtigere Faktoren die ein Grund für die Einladung der Sachsen in ungarisches Reich waren. Der König, der aus dem ungarischen Reich ein fortschrittliches Land aufbauen wollte, brauchte höhere Rente und diese konnten ihm nur hoch entwickelte Städte, Handel, Handwerke und entwickelte Landwirtschaft bringen.

In der Zeit, im Jahr 1312, wenn Karl Robert kollektive Privilegien der Zipsersachsen bestätigte, gehörte auch die Stadt Spisska Nova Ves dazu. Weil auch slowakische Dörfer ein Bestandteil dieser Gemeinschaft wurden, können wir beteuern, dass die Ziele und der Inhalt mehr Rechtscharakter als Nationalitätscharakter hatten. Diese Gemeinschaft bildete die Lokalität, die sich mit dem deutschen Recht richteten, weil das in der Eigentum-Rechtssphäre günstiger war.

 

Bergwesen in der Stadt Spisska Nova Ves                     

Einer von den ausgedehnsten Produktionszweigen, oder fast die Industrie des Mittelalters war auch in der Stadt Spisska Nova Ves das Bergwesen. Die Bergbauarbeit entwickelte sich seit ersten Jahrhunderten des Wirtschaftslebens ursprünglicher Dörfer, weil nicht nur ihre Einwohner, sondern auch breite Umbegung Metalle gebrauchten. Das Bergwesen war im Mittelalter ein Stand. Das wirkte auch auf das Lebensstil, auf Sitten und Bräuche. Das Bergwesen war nicht steif. Es war gefügig und dynamisch. Sehr früh erwarb es eigene Würde und Ehre und Standesstolz. Das alles war mit vielen Privillegien unterstützt und durch viele Standesorganisationen mit Sozial- und Religionsinhalt unterstützt. Es spiegelte sich im ganzen Leben der Bergleute und der Stadt wider. Die Bergleute waren durch ihren Stolz, durch die Solidaritätsempfindung und durch Standesselbstgefühl bekannt.Auch in unserer Stadt war ein Sprichwort bekannt, dass Bergwesenrecht ist fest und nicht einmal der König, oder der Landesherr, oder der Graf konnten etwas dagegen tun.

Die Bergbauarbeiten wurden lange sehr einfach ausgeführt - mit der Hilfe des Keiles, des Hammers und der Schaufel. Die Anfänge der Bergbauarbeitsschichten waren verschieden. Im Sommer fingen die Schichten um 8, 16 und 24 Uhr, im Winter um 10, 18 und 02 in der Nacht an. Früh existierten die Rechtsvorschriften für die Arbeit in den Bergwerken. Die kümmerten sich um Sicherheits-, Gesundsheits- und andere Umstände. Berglöhne bewegten sich um 50 - 70 Denar pro Woche, die Arbeiter in der Stadt bekamen durchschnittlich 40 Denar. Während der Sonntage und der Festtage arbeiteten die Bergleute nicht. Die Bergleute bekamen einen vollen Arbeitslohn auch in der Woche, in der ein Feiertag war. Das Inventar des Bergmannes bildeten: eine Bronzespitze für die Gesteinförderung, eine Bronzehacke für die Ausschalung, ein Hammer für die Zerbrechung, ein Gefäss für Wasser und eine Lichtsfakel. Im Kataster der Stadt entstanden einige zehn Bergwerke. Bei den Bergwerken wurden die Erzschmelzofen und die Hammerwerke für die Metallbearbeitung angebaut. In den Bergwerken, Schmelzofen und Hammerwerken wurde Holz aus  den umliegenden Wäldern ausgenutzt. Zum Schmelzen war Holzkohle nötig, die zu den Öfen die Köhler aus tiefen Wäldern herbeifuhren. Sie machten sie so: Die Baumstämme schichteten sie in große Pyramide sog. „Milier“, sie beworfen sie mit Lehm, sie brannten das an und sie ließen sie ohne den Luftzutritt langsamm glimmen. Das Holz wechselte zur Kohle und aus der Holzpyramide fließ in vorbereitete Grube der Teer aus.

Die Stadt Spisska Nova Ves nützte auch den Wälderreichtum und so gehörte außer Erze auch das Holz zu seltenen Rohstoffen. Mit dem Holz handelte man auf Inlandsmarkt, aber es ist auch der Export nach Krakau bekannt, woraus Salz importiert wurde.

 

Marktsrecht und Jahrmarktsrecht

Zu größten Privillegien, die die Stadt bekam, war das Privillegium aus dem 6.-ten Dezember 1380 vom König Ludovit I. Er erlaubte den Einwohnern der Stadt die Wochenmärkte immer am Sammstag zu organisieren. Nach den Königsanordnungen konnten sie nur auf den Markt stattfinden. Der Handel auf dem Markt richtete sich nach dem Brauchsrecht. Das Marktsrecht gehörte zu kleineren „Regalsrechten“, die der König den Bürgern verlieh.

Die Verleihung dieses Privilegiums verpflichtete die Stadt dazu, dass sie die Stadtbefestigung aufbaute. Die Stadtbefestigung war nicht nur für die Stadteinwohner, aber auch für die, die auf den Markt kamen und hier verblieben. Archäologische Forschung bewies, dass auch die Stadt die Mauerbefestigung mit einer Mauer mit der Breite von 120 und 220 Zentimeter und mit einem Graben 6 Meter breit und 2 Meter tief hatte. Die Archäologen deckten die Gründe zweier Basteien auf und ein Teil der ursprünglichen Mauer. In einer Bastei war ein Grab wahrscheinlich aus dem Beginn des 18.-tem Jahrhunderts konstatiert.

In die Stadt trat man durch vier Tore ein: von der Stadt Levoca (Leutschauertor), von der Stadt Roznava, durch sog. „Obertor“ und sog. „Untertor“.

Der König Sigismund gewährte im Jahr 1408 der Stadt Spisska Nova Ves ein Privilegium, mit dem er jedes Jahr am Tag des Kirchepatrons/ 15.-ten August, Mariahimmelfahrt/ auch einen Jahrmarkt ermöglichte. Diese Wirklichkeit quittierte er wieder mit einem Sonderdokument im Jahr 1412. Derselbe Herscherr stellte am 6.-ten Dezember 1435 ein Dokument aus, mit dem alte Privilegien der Stadt Spisska Nova Ves erneut und quittiert wurden und er gewährte der Stadt Spisska Nova Ves ein Recht drei Jahrmärkte zu veranstalten. Ein sollte im Frühling stattfinden, am vierten Fastensonntag, sog. „Lätare“. Der zweite am 15.-ten August am Tag des Kirchepatrons - Kirchtag. Der dritte sollte am 11.-ten November, am Feiertag des hl. Martin stattfinden.  Dieser König quittierte für die Stadt auch das Recht des Wochenmarktes, aber dieser Markt sollte nicht am Samstag, sondern jeden Montag veranstaltet werden.

Das Marktsrecht ermöglichte jedem Verkäufer die Ware auszuladen und sie zu verkaufen und die Erzeugnisse einheimischer Handwerker einzukaufen. Freilich musste er dafür eine Gebühr bezahlen, so wie auch die Dorfbewohner, die ihre Erzeugnisse auf dem Markt verkauften.  Es war undenkbar die Ware irgendwo unter dem Baum, dem Tor, oder sogar vor den Stadtmauern anzubieten.  Das Recht befahl ihnen bis auf den Markplatz zu kommen und hier zu handeln und zu verkaufen. Mit dem Marktsrecht hatt jede Stadt ihr Handelmonopol garantiert. Das Jahrmarkt sollte nach dem Privilegium einpaar Tage vor, oder ein paar Tage nach dem zugehörigen Feiertag veranstaltet werden. Maximale Länge war zwei Wochen vor, oder zwei Wochen nach dem zugehörigen Feiertag, das bedeutet zusammen vier Wochen.

In der Zeit der Jahrmärkte kamen in die Stadt Spisska Nova Ves viele Händler nicht nur aus dem Zipsergau, sondern auch aus Liptau, Gemer und Sarus und aus entfernteren Gauen. Es fehlten nicht einmal die Händler aus Polen, Russland und Rumänien. Weil die Stadt auch die Bergbaustadt war, galten dort auch die Devisevorschrifte. Nach denen Geschäftsmänner und Verkäufer, die in die Stadt kamen, durften nur mit einer Marke in Bargeld zahlen,  den Rest mussten sie mit Gold zahlen. Das half den Geschäftsmännern, den Handwerkern und den Einwohnern der Stadt, damit sie geschäftlich wuchsen.

Aus dem Grund der Marktsprivillegien fanden in der Stadt Spisska Nova Ves große Märkte mit  Rohleder, mit Talg, mit Eisen und Kupfer statt. Besonders bearbeitete Felle der Kleintiere waren sehr wertvoll und wurden in das Ausland exportiert. Unter der Ware hatte Wachs und Honig eine ehrliche Stelle. Diese Ware wurde in großen Fässern verkauft. Außer dem wurde aus Honig Bienenbier gekocht und wurde besonders nach Polen exportiert.

Sehr gute Umsätze hatte Zipsertuch. Die Händler und Verkäufer aus Gemer importierten hier ihr Getreide und frisches, oder getrockenes Obs und diese Ware verkauften sie sehr gut. Sie fuhren hier auch Hanf und Flachs ein. Weil auf die Märkte in die Stadt Spisska Nova Ves viele Geschäftsmänner kamen und verschiedene Ware brachten, waren diese Märkte sehr beliebt, bekannt und besucht.

 

Gotische Glockengießerei

Mit der Stadt Spisska Nova Ves verbindet man sehr eng den Namen des Glockengießers Konrad Gaal zusammen. Der gründete hier bedeuntendste Glockengießerei in der Slowakei. Erste schriftlliche Erwähnung über ihm stammt aus dem Jahr 1357und seine Anhänger hielten die Glockengießerei im Betrieb bis in die erste Hälfte des 16.-ten Jahrhunderts.

Die Lebenslaufdaten von Konrad Gaal sind sparsam. Sie sprechen nur über sein Metallgießereiwirken während der Jahre 1357 und 1380. Er kam aus seiner Heimat - Deutschland. Für den Guss und die Aufhängung großer Glocke für Wisegrad belohnte ihn Ludovit I. am 1.-sten August 1357 mit dem mächtigsten Privillegium. Er beförterte ihn in den Adelstand. Gewährte Privilegien garantierten ihm die freie Auswahl des nächsten Wohnsitzes und gleichzeitig erwarb er das Haus, wo er mit seinen Brüdern in der Zukunft von den Abgaben und Steuerzahlungen frei gemacht wurde. In die Region Zips, wo es genug Kupfer gab, wo mächtige Wälder mit dem Holz, für Glockengießerei waren, wo eine muntere Bautätigkeit und günstige Reisekommunikationen waren, kam Konrad Gaal zusammen mit seinen Brüdern Jan und Nikolaus aus dem Könighof. Die Stadt Spisska Nova Ves wurde ihm seine Heimat. Bis heute gehören  mit der Form perfekte, mit der Stimme tadellose Glocken und wunderschöne dekorienere Taufbecken aus der Werkstatt in Spisska Nova Ves zu unseren ältesten und wertvollsten Bronzedenkmälern. Gotischche Metallgießerei erreichte mit ihnen einen Höhepunkt. Wir können sagen, dass Konrad Gaal und und andere Meister aus seiner Familienwerkstatt mit ihren Taufbecken in bunte Palette der europischen gotischen Metallgießerei mit einzigartiger Äußerung beitrugen.

Sein Bruder Jan war der Pfarrer in der Stadt Spisska Nova Ves und gleichzeitig auch der Lehrer in der Stadtfparschule. Der zweite Bruder Nikolaus hatte drei Söhne Paul, Nikolaus der junge und Peter, die später in der Werkstatt arbeiteten.

Nach dem Meister Konrad leitete die Gießerei Jan Weygel. Er war sein Schwiegersohn. Er stammte aus der Stadt Spisska Nova Ves und hier erlertne er sich auch. Vor dem Jahr 1380 goss er in Krakau zwei Glocken für dortige Marianbazilika. Seine letzte datierte Arbeit  ist die Glocke Urban aus dem Jahr 1426, die bis heute in Zipser Kapitel lautet.

Nach Jan Weygel empfing die Familienwerkstatt von Meister Konrad seinen Neffen Nikolaus Gaal den jüngeren. Er war der mittlere Sohn von drei Söhnen von Nikolaus dem älteren. Nach ihm arbeitete in der Zipsermetallgießerei Matej Gaal. Die erste schriftlliche Erwähnung über diesen Meister stammt aus dem Jahr 1427. Seine Verwanschaft zur Familie Konrad Gaal ist unklar. Wahrscheinlich wurde er in der Stadt Spisska Nova Ves am Beginn des 15.-ten Jahrhunderts geboren. Gewisse Zeit arbeitete er gleichzeitig mit Nikolaus Gaal dem jüngeren und Vincent Gaal. Letzte Informationen über seine Aktivitäten stammen  aus dem Jahr 1472.

Eine andere Gießereigeneration  waren in der Konradswerkstatt Brüder Vincent Gaal und Paul Gaal, Enkel von Konradsbruder Nikolaus dem älteren. Paul Gaal verlangte von Zipser Kapitel im Jahr 1454 die Bestätigung einer Konradsfundation.  Wahrscheinlich war er das letzte direkte Mitglied von der Gaalfamilie, das in der Werkstatt dieser Familie wirkte.

Der letzte bekannte Meister in der Konradswerkstatt war Jan Wagner. In die Gallfamilienwerkstatt kam er durch die Heirat, ebenso wie fast einhundert Jahre vor ihm Jan Weygel. Er arbeitete dort während der Jahre 1475 - 1516. Er war letzter Glockengießer nicht nur in der Gaalglockengießerei, sondern auch in der Stadt Spisska Nova Ves. Die Meister, die in der Stadt nach ihm im ersten Viertel des 16.-ten Jahrhunderts und später arbeiteten, waren schon Kanonengießer.

Jan Wagner gehörte zu den vorderen Stadtbewohnern. Nach dem Jahr 1500 wählten ihn die Mitbürger vielmal für das Mitglied des Stadtsrates.

So gennante Gaalsglocken hängen an ihren Standorten schon mehr als fünfhundert Jahre. Sie wurden zu dauernden Zusammenwanderern arbeitsamer und standhafter Zipseinwohner. Diese Glocken sind Zeugen alltäglichen Lebens und reicher Historie dieses Landes.

 

Pfarstadtschule                    

In der ersten Hälfte des 14.-ten Jahrhunderts hatte die Stadt Spisska Nova Ves die Pfarrstadtschule. Es war die erste und die älteste Schule in der Stadt. Erste Lehrer waren Priester, unter ihnen auch Jan Gaal - Konradsbruder, später auch die Lehrer - „ Nekleriken“. Zuerst erhlielt die Schule der Pfarrbezirk, später, am Ende des Jahrhunderts, die Stadt. Die ältesten bekannten Lehrer dieser Schule waren: Simon Jakub Saruch (1363 - 1365) und Salamon Konrad Gaal, das Mitglied von der Metallgießereifamilie Gaal.

Haupttätigkeiten des Unterrichts waren Lesen, Schreiben, Rechnen und Singen. Höhere Stufe bildeten sieben Freie Künste: Logik, Rhetorik, Aritmetik, Geometrie, Musik und Astronomie. Die Pfarrstadtschule wurde besonders von den Söhnen vorderer Stadbewohner besucht.

Die Lehrer mussten sich die Unterrichtshilfsmittel selbst vorbereiten. Auch die Methodik des Unterrichtes mussten sie so wählen, damit ihre Schüler erfolgreich gelernt und ausgebildet wurden.

Als die Stadtpfarrschule ganz unter der Stadtadministration gelangte, unterstützte der Stadtmagistrat die Schule mit ziemlich großer Summe. Er gewann für die Schule bedeutende Pädagogen, mit Hilfe der Stadtorgane an der Spitze mit dem Stadtpfarrer sog. „ scholarchat“. er kontrolierte auch den Lehrstoff, er genehmigte die Schulvorschriften und er löste die Streitigkeiten der Lehrer, Schüler und Eltern. In den Unterricht wurden pädagogische Ansichten und Schulpraxis damaliger Epoche eingeleitet. Zur Uniformität der Schule trugen auch die Lehrbücher bei, die in diesen Zeiten in Europa benutzt wurden. Eine wichtige didaktische Aufgabe spielten auch die Schultheaterstücke und die Disputationen.

Im 16.-ten Jahrhundert wurde die Erziehungsmethode bürgerlicher Jugend gebildet, die in den groben Zügen bis in das 18.-ten Jahrhundert übergelebtet. Größte Anzahl der Kinder besuchte im Kirchunterricht Katechismus. Die, die lesen, schreiben und rechnen können wollten, beendeten die Grundstufe  der Stadtlateinschule. Die Kinder aus reicheren Familien, besonders wenn sie höhere Ambitionen hatten, beendeten grammatische oder Humanstufe in anderer Stadt.

 

Stadt Spisska Nova Ves und Pfand des polnischen Königs   

Im Jahr 1412 gelangte die Stadt Spisska Nova Ves in, für uns schwer begreifliches Los. Während 360 Jahre war sie, zusammen mit anderen Städten, im Pfand der polnischen Könige. in der Geschichte war das sehr seltener Fall, dass der Herscherr irgendwelchere Städte und Dörfer unter zeitweilige Administration fremderen Herscherrs, als die Garantie für die Anleihe gab.

Wir, Sigismund, von Gottes Gnaden der römische König, der ungarische König ... u. s. w. Mit diesen Wörtern begann die Urkunde, die am 8.-ten November 1412 in Zagreb der König Zikmund verfertigen ließ und mit welcher die Stadt Spisska Nova Ves mit zwölf Zipserstädten während der Epoche 360 Jahre in das Pfand des polnischen Königs gelangte.

Die Epoche der Sigismundführung war durch ständige Kriege charakterisiert, was ihm und seinem Land in große Not, besonders finanzielle brachte. Er suchte die Gelegenheit, von wem er das Geld bekommen konnte, ob als die Anleihe, nur damit er seine Pläne erreichen konnte. Schon längere Zeit verhandelte er mit dem polnischen König Vladislav und der lieh ihm wirklich schließlich das Geld. Beide vereinbarten sich, aber die Bedinungen war nicht gleichwertig und gerecht. Es ist notwendig zu erklären, dass Sigismung für diese Tat nicht berechtigt war. In dem Namen des Staates konnte er nur mit dem Beistimmung des Adels tun, weil ihn dazu die Verordnungen der sog.  „Zlata bula“ aus dem Jahr 1222 verpflichteten. Das bedeutete, dass die Magnaten ihm die Anleihe von dem Herscherr des fremden Staates genehmigen mussten. Aus dem Studium der Sigismundspolitik wissen wir aber, dass alel seine Taten mit persönlichen Anlässen motiviert waren. Auch in diesem Fall ging er davon, dass er seinen Krieg mit  Venezia beenden wollte.

Damit er sein Ziel erreichte, begang er die Tat, die für sein Land tragische Folgen hatte.

Mit dem polnischen König vereinbarte er, dass er ihm für die Anleihe von 36. 000 tschechischen Groschen ins Pfad 13 Zipserstädte und  das Lubovna und Podolinec Herrengut, mit den Städten Stara Lubovna, Podolinec, Hniezdne und zuständige untertane Dörfer übergibt. Die geliehene Summe wurde in der Burg Niedica ausgezahlt.

Heute fassen wir nur schwer, warum der ungarische König Sigismund ins Pfand Zipserstädte (Spisska Nova Ves, Spisska Bela, Lubica, Vrbov, Tvarozna, Poprad, Starze pod Tatrami, Velka, Spisske Vlachy, Spisske Podhradie, Ruskinovce, Matejovce, Spisska Sobota) übergeben musste, damit er die Anleihe von polnischem König Vladislav II. Jagelonski annahm.

In der Zeit, wenn die Anleihe gewährt war, war es verboten davon die Zinsen zu nehmen.

Darum war dieses Verbot so gemieden, dass dem Gläubiger zum Nutzen einige Immobilien gegeben wurden, wie die Bürgschaft für die Anleihe. Aus dieser Praxis entstand dann das Pfandsrecht.

Dass diese Bürgschaft wirklich einen Königpreis hatte, gesteht auch die Tatsache, dass der Zips als der „reichste und kulturelle Winkel Mitteleuropas“ gennant wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der polnische König, früher als er die Anleihe gewährte, ermittelte er den Gesellschaftstand und die Erträge dieser Zipserstädte.

Die Städte, mit allen ihren Zubehören, Steuern, Erträgen, Renten, weltlichen Befugnissen, Vermögen, Feldern, Wiesen, Seen, Sümpfen, Gewässern, Flüssen, Mühlen, Wasserrissen, Eichen und Nadelheinen.., mit jederjährigen Bezeugen... gelangten ins Pfad des polnischen Königs, nicht an den polnischen Staat.

Die Stadt Spisska Nova Ves war in die Administration des polnischen Königs am 12.-ten Januar 1413 übernohmen. Die Stadt, zusammen mit anderen 12 Städten glaubte, dass dieser Stand nur eine kurze Zeit dauern wird. Aber wenn im Jahr 1419, bei dem ersten „amtlichen“ Versuch der König Sikmund das Gebiet zurück erwerben wollte, aber es kam nicht zum Abkommen, begannen einige alte Ansiedlerfamilien aus der Stadt zu übersiedeln. In dieser Zeit waren in der Stadt Spisska Nova Ves 292 Familien, die alle vollen Sachsenrechte hatten, was bedeutete, dass sie die Besitzer des Anwesens waren, mit dem Haus, Dorf, Gebäuden, Garten und den Parzellen und dazu hatten sie viele andere Rechte.

 

Reformation in der Stadt Spisska Nova Ves 

Die Stadtbewohner in die Slowakei im Mittelalter waren überwiegend deutsch. Diese Deutschen hatten eine lebendige Beziehung zu ihrer alten Heimat. Sie erhielten damit den kulturellen und geschäftlichen Kontakt. Die Studenten und Besucher brachten aus Deutschland alle neuen Ideen und technische Entwicklungen. Darunter waren auch die Ideen von M. Luther, die hier, in der Slowakei früher nicht als Religiosreformen, sondern als etwas typisch Deutsches und Nationalkulturelles aufgenommen wurde.

In den Zipserstädten zeigten sich schon um das Jahr 1522 die Stimmen der Reformation. Es geschah durch Zipserdeutsche, weil sie kulturelle und geschäftliche Kontakte mit Luther und Melanchton hatten.

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Änderungen in der Liturgie und äußere Seiten des Religionslebens anfangs fast nicht bemerktbar waren. Später setzte sich das Prinzip cuius regio, eius religio durch, das bedeutet, dass das Volk sollte sich nicht an die Stimme seines Gewissens, sondern es sollte sich an seine Obrigkeit halten.

Im Jahr 1540 traten die Zipserpriester zur Lutherreligion. Das waren aber nur die Anfänge. Im Jahr 1548 nahm der Stadtrat die Reformation des Luthertyps auf und die Pfarrkirche und die Spitalkapelle dienten den Leuten, die Lutherreformation anfingen.

Im Jahr 1569 war im Dorf Hrabusice eine Priesterkonferenz, wo Confessio Scepusiana - die Zipserbildung aufnahm und diese Bildung unterschied sich wesentlich von der katholischen Bildung. Polnischer Bürgermeister, Nikolaus Maciejowski, der an der Burg Stara Lubovna siedelte, setzte in den Pfandstädten den Protestantismus durch. Im Jahr 1569 verbot er auf dem Gebiet aller Pfandstädte katholische Gottesdienste. Seit dieser Zeit hatten die Katholiken keine Kirche und keine Priester. Dieser Stand dauerte in der Stadt Spisska Nova Ves bis ins Jahr 1674. Danach kam die Pfarrkirche wieder in die Hände der Katholiker zurück. Die Spitalkapelle gewannen Katholiker für kurze Zeit im Jahr 1616, definitiv im Jahr 1671.

Die Protestanten in der Stadt Spisska Nova Ves bauten sich zuerst die Holzkirche auf, die auf dem Hof der heutigen Mittelindustrieschule stand. In den Jahren 1790 - 1796 baute man die heutige Mauernkirche im Park auf dem Stadtplatz.

 

Stadt Spisska Nova Ves in den Stürmen der Kriege und Aufstände    

Die Jahre 1606 - 1701 können wir als Jahrhundert der inneren Kriege bezeichnen, die  direkt und indirekt die Stadt Spisska Nova Ves berührten. Im ungarischen Reich wirkte Gabriel Bethlen und eroberte siegreich die Oberteile des Landes. Und wieder begannen Märsche der Kriegsgesellschaften durch Zips. Dieser Zug berührte nicht 13 Zipserstädte, weil Bethlen in dieser Zeit diplomatische Kontakte mit dem polnischen König hatte.

Die Stadt Spisska Nova Ves  wurde am Ende Dezember 1683 durch die Kaiserarmee besetzt. Hier wartete sie auf den Angriff der Armee von Tököly. Es war zwar ein grausamer Winter, aber die Kaiserarmee renovierte die Stadtfestigung um die ganze Stadt. Trotztem wurde die Stadt Spisska Nova Ves in den Jahren 1672 - 1684 durch kleine Gesellschaften Tökölyarmee zwölfmal ausgeplündert.

Mit dem „Satmarfrieden“ am 29.-sten April 1711 wurde die Reihe der Aufstände beendet. Diese Aufstände dauerten mehr als 100 Jahre und sie veränderten ganze Länder, u. a. auch die Region Zips auf ein Armeelager.

Epidemien und Peste in der Stadt

Zu den Geschichten der Stadt gehören auch die Ereignisse, die die Populationsenwicklung  und wirtschaftliche Entfaltung wesentlich beeinflussen konnten. Dazwischen gehören verschiedene Epidemien.

Es ist gewöhnlich, dass die Stadt sich während der Epidemien nicht ganzlich isolieren konnte. Das war ausgeschlossen, weil damalige sanitäts - epidemiologische Zustände anders als heute waren. Wenn in der Region Zips eine Epidemie begann, ging sie unsere Stadt nicht um. Es blieb nur die Frage, wieviele Opfer sie sich anforderte.

Erste Epidemie, die schriftlich erhalten wurde, tobte in der Region Zips im Jahr 1334. Das waren die Pestepidemien, die im ganzen Ungarn tobten. Wissenschaft entdeckte den Krankheitserreger erst im Jahr 1894. Wenn der Urheber nicht bekannt war, war der Kampf gegen ihn sehr schwer, es war riesige Sterblichkeit und die Leute waren dagegen hilflos.

Die Pestepidemien gingen gewöhnlich auch mit anderen Begleitanzeichen, wie z. B. mit der katastrophalen Unernte, der Ruinierung der Ernte mit verschiedenen Schädlingen u. s. w. zusammen. Im Jahr 1545 zerstörten die Schädlinge die ganze Ernte in der Zips, es kam großer Hunger und danach folgte eine Pestepidemie. In der Stadt Spisska Nova Ves starben mehr als 2. 000 Menschen. Aber auch Kriege und Aufstände brachten mit sich  Pest. So z. B. im Jahr 1622 starben mehr als 2.000 Menschen nach dem Bethlenaufstand in der Stadt Spisska Nova Ves an die Pest.

Vernichtendste Pest traf die Zips in den Jahren 1709 - 1712. Nach den grausamen Kämpfen im  Aufstand von Frantisek Rakoczy tobte eine große Pest und ihr fielen zum Opfer ganze Familien und sie starben total aus. Genaue Anzahl der Opfer in unserer Stadt wissen wir nicht. Wahrscheinlich starben während dieser Jahre etwa 2.000 Menschen. Der Stadtrat befahl scharfe Maßnahmen, die Stadt widerstand kurze Zeit verderblicher Pest, aber zum Ende lieferte die Stadt ihre Opfer aus.

Letzte große Pest tobte in der Region Zips im Jahr 1739. Auch in diesem Jahr schützte sich unsere Stadt gegen sie. Scharf war der Eintritt in die Stadt kontrolliert, gewisse Zeit war der Eintritt ganz verboten. Die Gräben vor den Stadtmauern waren mit Wasser vollgefüllt. Die Stadttore waren scharf bewacht.

Waren die Leute gegen die Pest bestimmt ganz wehrlos? Wir können sagen - ja. Wenn die Pest ausbrach, verließen die Menschen ihre Heime und sie gingen an die Stellen, wo die Pest nicht war, gewöhnlich in die Wälder weg.

Sie waren überzeugt, dass dichtbewohnener Raum in den Städten die Quelle der Infektion ist und darum suchten sie frische Bergluft heraus. Dort warteten sie, bis die Pest wegging. Die, die zu Hause blieben, zündeten auf den Straßen Feuer, weil damalige Ärzte empfahlen die Luft mit dem Feuer zu reinigen.

Aber auch mit dem Studium wollten sie die Massensterbung der Menschen verhindern. So z. B. Jan Gerardi, der im Jahr 1435 ein Spitalpriester in der Stadt Spisska Nova Ves war, schrieb einen Brief, in dem er einige Weisungen und Ratschläge für die Leute gab, wie sie sich vor der Pest schützen und welche Hilfsmittel sie benützen können. Außer dem Bestreben und den Versuchen der Individuen sorgte auch die Stadtobrigkeit, damit die Schutzweisungen durchgearbeitet wurden.

 

Ende des Pfandes und die Provinz 16 Zipser Städte

Der ungarische König und das ungarische Parlament bemühten sich die ganze Zeit um den Rückkauf und um die Befreiung der Zipserstädte von dem Pfand. Die ungarischen Parlamente befohlen ihre Rückkäufe mit 17 Rechtsverordnungen seit dem Jahr 1552 bis ins Jahr 1765. Um den Rückkauf der Zipserstädte vom Pfand bemühten sich auch dazu speziell beglaubigte Individueen. Es waren aber auch solche, die sie für eigenes Geld aufkaufen wollten.

Polnische Herrscher auf dem Rat seiner Magnaten verweigerten es das Geld unter verschiedenen Vorwänden aufzunehmen. Das Pfand verlängerte sich also auf die Epoche von 360 Jahren.

In dieser ganzen Zeit konnte Ungarn nicht energisch im Nutzen dieser Städte eingreifen, weil es mit ständigen Kriegen gegen die Türkei sehr entkräftet war. In diesen Zeiten okkupierte die Türkei während der 150 Jahre ein großes Teil von Ungarn und es blieb davon nur das Gebiet als die heutige Slowakei. Außerdem tobten auf diesem Gebiet viele Bürgerkriege und Aufstände.

Das Ende dieser schweren Zeiten kam am 5.- ten November 1772. An diesem Tag wurde die Stadt Spisska Nova Ves mit großem Ruhm zurück zum ungarischen König angegliedert. Diese Königin war Maria Teresia, die am  5.- ten August 1722 bei der Teilung Polen in Petersburg Halic mit drei Millionen Einwohnern und Zipserpfandstädte gewann. Die Bergbaumänner in den Uniformen mit der Musik empfingen den Königsvertreter und er machte hier die Rückkehr der Stadt in Ungarn festlich bekannt. Für die Stadt kamen neue Zeiten, mit neuen Bedingungen und in einer neuen Situation.

Als im Jahr 1772 13 Zipserstädte aus der Macht der polnischen Könige befreit wurden, war es notwendig zu enscheiden, wo sie nach der gesellschaftlichen und politischen Seite gehören werden. Ursprünglich sollten sie zum Zipsergau gehören, aber die Städte verteidigten sich ihre Privilegien und darum entschied der Stadtbesitzerrat, dass aus ihnen im Jahr 1774 eine Provinz der 13 Zipserstädte schafft. Die Königin Maria Teresia legte zu ihnen im Jahr 1778 noch drei Städte bei und schuf so die Provinz der 16 Zipserstädte. Der Sitz der Provinz wurde die Stadt Spisska Nova Ves und an ihrer Spitze stand der Graf. In politischen Angelegenheiten gehörten sie unter die Kompetention des Stadtbesitzersrats, aber in den Finanzsachen zur Königskammer. In der Organisation der Gerichte galt der Grundsatz, dass kleinere Sachen die Stadtsgerichte richteten, wichtigere richtete Provinzgericht an der Spitze mit dem Grafen und fünf Besitzenden aus den Städten.

Die Provinz siedelte zuerst in einem Gebäude mit der Stadtadministration Spisska Nova Ves, das bedeutet im Rathaus.

Die Stadt Spisska Nova Ves baute in den Jahren 1777 - 1779 derzeitiges Gebäude - das Rathaus auf der Stelle des Kaufhauses, das hier schon im Jahr 1515 stand.

Im Zusammenhang mit der Aktivität der Provinz entstand in der Stadt Spisska Nova Ves auch eine Straße mit 16 Häusern die sog. Sechzehn. Heute steht auf ihrem Platz das Eishockeystadion. Weil die Provinz, als ein Repräsentationsorgan aller dort gehörenden Städten Kongresse und Plenarsitzungen dort veranstaltete, war es nötig die Besitzer diese Städte hier zu unterbringen. Darum wurden in der Stadt Spisska Nova Ves 16 Häuser auf einem Baugrund gebaut und die Häuser hatten das gleiche Aussehen. Hier fanden, während ihres Aufenthaltes die Bürgermeister - sog. „Richter“ der 16 Zipserstädte die Unterkunft. Jede Stadt, die in die Provinz gehörte, hatte die Pflicht für ihren Bürgermeister in der Stadt Spisska Nova Ves ein Haus - die Residenz aufzubauen.

Die Stadt Spisska Nova Ves gewan als die Provinzsiedlung an der Achtung.

Sie wurde das wichtige politische Zentrum dieses privilegierten Gebiets und sie gewann die übergeordnete Position gegenüber anderen Städten.

Auch in der Anzahl der Einwohner wuchs die Stadt. Bei der Häuserkonsignation in der Stadt Spisska Nova Ves im Jahr 1785 waren hier 638 Häuser, in denen 1.395 Familien, zusammen 5.917 Einwohner lebten. Im Jahr 1800 lebten in der Stadt 5.997 Einwohner. Im Jahr 1900 waren in der Stadt 1.016 Häuser mit 9.301 Eiwohnern, davon 5.442 Männer und 4.759 Frauen. Die Stadt Spisska Nova Ves war schon einige Jahre die Stadt mit der höchsten Bewohnereinzahl im ganzen Zips.

Die Stadt Spisska Nova Ves nahm sehr viel auch bei der Enwicklung der Handwerke zu. In die Stadt kamen die Handwerker aus solchen Fächern, die bis in der Stadt bis jetzt nicht waren. In die Stadt trat gewisse ökonomische Enwicklung ein. Zum Beispiel im Jahr 1815 wurde die Stadt der Sitz des Salzes und Nehmamtes, im Jahr kam hier auch das Bergkapitänat aus der Stadt Kosice. Aber auch in diesen Zeiten überlebte die Stadt unruhige und bewegte Ereignisse.

Die Stadt Spisska Nova Ves, als der Sitz der 16. Zipserstädte gewann nicht nur an politischer, aber auch an gesellschaftlicher Bedeutung.  Hauptquelle der Erträge für die Stadt und die Individuen war der Reichtum der Wälder und das Bergwesen. Im Jahr 1779 kamen  zu 16 Kupferbergwerken noch 24 neue Kupfer und Eisenbergwerke an. Alle diese Bergwerke lagen im Kataster der Stadt. Mit dem Kupfer wurde vor allem während der Auslansmärkten gehandelt. Im Jahr 1793 traten auch die Besitzer der Hüttenwerke und Hammerwerke in den Verein der oberungarischen Bergwerkunternehmer bei. Zum Beispiel im Jahr 1794 war der Nettonutzen von den Bergwerken in der Stadt Spisska Nova Ves 21.978 Gulden.

Am Ende des 18.-ten Jahrhunderts sank die Aufmerksamkeit gegenüber dem Bergwesen auf ausländischen Märkten und in der Innerunternehmung. Eine neue Entwicklung des Berwesens begann bei Ludovit Trangus. Dieser Mann nahm im Jahr in Miete die Stadthammerwerke. Zu ihm kamen auch andere Unternehmer als die Mitinhaber hinzu.

Seit dem Jahr 1840 hatten die Einwohner der Stadt Spisska Nova Ves  in der Bergwerksgesellschaft das Hauptwort. Der Sitz der Gesellschaft wurde in die Stadt Spisska Nova Ves verlegt. Noch zwei Jahrhunderte war das Bergwesen erfolgreich, aber seit dem Jahr 1868 verfiel es rapid. Die Ursache des Niederganges war eine starke Konkurrenz, besonders von der Seite der Eisenbahn, die schneller und billiger transportierte, aber auch das, dass im Bergwesen viele Investitionen nötig waren, die die Unternehmer nicht hatten und die Investitionen waren nicht mehr erträglich.

 

Revolutionsjahre 1848 - 1849

Bewaffnete Kämpfe in der Revolution in der Stadt

Die Revolutionsjahre 1848 - 1849 berührten auch die Stadt Spisska Nova Ves stark.

Am 11.-ten April 1848 nahm nach langen Beratungen das Parlament in Budapest das Recht über die definitive Aufhebung der Knechschaft im Österreich-ungarischen Reich auf. Slowakische Forderungen strebten dazu an, dass bei der neuen Regelung der Zustände dem slowakischen Volk und der slowakischen Sprache die Gleichberechtigung in Ungarn gesichert wurde.

Am 17.-ten Juni 1848 wurde in der Region Zips das Standrecht verlautbart.

Scharfe Maßnahmen gegen die Slowaken hinderten die Verbreitung der Propaganda unter den Einwohnern nicht. Im September kamen nach Zips einige Agitatoren wie der slowakische Schriftsteller und Revolutionär Hurban, damit sie die Slowaken weckten und unter die slowakische Flagge warben.

Am 2.-ten Februer 1849 um zwei Uhr nachmittags trat ein Teil der ungarischen Aufstandsarmee in die Stadt Spisska Nova Ves. Die Kaiseranhänger meldeten diese Nachricht dem Kommandanten der Kaiserarmee Kiesweter in der Stadt Levoca und gleichzeitig informierten sie ihn informiert, dass an der Kirche 24 Wagen mit dem Schießpulver standen. Es trat aber das Missverständnis ein, weil die Kirche nicht festgesetzt war. Kieseweter entschied sich auf Grund dieser Nachrichten, dass ungarische Aufständischen mit dem Angriff überrumpelt und gleichzeitig rächte er  die Bürger dafür, dass sie so bereitwillig in die Stadt ungarische Koschutfeindarmee ließen. Dazwischen, spät am Abend kam in die Stadt auch eine Division von Kapitaen Guyna, also in der Stadt waren zusammen bis 5.000 ungarische Aufständische. Wenn sich abgeplagte Soldaten in harter Kälte und hohem Schnee zur Rast hinlegten, griff Kieseweter Bataillon auf die Stadt an. Von dem Berg Blaumont begann die Kaiserartillerie mit drei Kanonen das Feuer mit den Entzündbarraketen. Die Projektile fielen meistens auf die römischkatholische Pfarrkirche und umliegende Häuser, besonders auf die Häuser in Levocskastraße. Der Kirchturm und eigene Häuser  flammten auf und in der Stadt trat die Verwirrung ein.

Kieseweter drang danach mit seinen Fußsoldaten und mit seiner Kavallerie in die Stadt ein. Es kam zu den Straßenkämpfen, in denen 53 Ungarnaufständischen sog. Honveden fielen. Sie sind auf dem Stadtfriedhof begraben und sie haben hier ein Grabmal. Der Turm der römischkatolischen Kirche brannte nieder, die Glocken fielen mit großem Getöse.

Die meisten Häuser auf der Levocska Sraße brannten nieder, weil hier die meisten Entzündbarraketen fielen. Nach der Anfangsverwirrung trieb große Übermacht der ungarischen Aufständischen kaiserische Soldaten aus der Stadt aus. Die Schäden, die im Kampf angerichtet wurden, waren groß. Als  Versöhnung  wies ungarische Regierung für die Stadt die Ersatzleistung in der Höhe von 7.500 Gulden an.

Am 5.-ten Februar 1849 begann ungarische Armee vom General Goergey, nach der Siegerschlacht über slowakische Freiwilligen und kaiserische Kampfeinheiten auf dem Gipfel Branisko den Rückzugsweg nach Kosice und Presov.

Am 15.-ten Februar 1849 kamen slowakische Freiwillige in die Stadt und blieben hier 8 Tage. Natürlich, die Einwohner deutscher und ungarischer Nationalität sahen in ihnen Feinde, wiel die Nationalitätskonflikte in dieser Zeiten sehr stark waren. Die Feindschaft zwischen den Slowaken und Ungarn steigerte sich im Kampf um das Leben und den Tod.

 

Erste Hälfte des 20.- sten Jahrhunderts

Ähnlich, wie in anderen Gebieten der Monarchie organisierten die Machtsvertreter bei dem Weltkriegsausbruch im Sommer 1914 verschiedene Reden und Aufmärsche durch die Stadt. Bedrängte Situation vertiefte sich, wenn aus den Fronten die Nachrichte über die Verletzten  und Toten kamen und wenn während der großen Offensive der russicher Armee in Karpaten in den Jahren 1914 - 1915 die Kanonendröhnung zu hören war und durch die Strecke fuhren die Transporte mit den Verletzten herum. Das Stadtmagistrat genehmigte nach flammenden Reden einiger

„Patrioten“ mehrmals aus den Mitteln der Stadt die Kriegsanleihe.

Gleich in den ersten Kriegsjahren verschwanden aus den Geschäften die Lebensmittel und die Preise wuchsen immer.

Am 25.-sten November wurde in der Stadt Spisska Nova Ves, unter der Führung des Redakteurs der ungarischen Stadtzeitungen „ Szepesi Lapok“ J. Tellery öffentliche Versammlung gegen den Wucher bei dem Verkauf der Lebensmittel veranstaltet. Die Versammlung verlangte maximalle Preise für jede Art der Lebensmittel fest zu bestimmen und die Preistreiber der Ware zu boykottieren. Aber auch die ämtliche Festsetzung der Preise und ähnliche Aktionen und Aufrufe konnten nicht wesentlich schlimme Situation ändern.

Seit dem Januar 1916 begann die Zuteilung von Mehl und Brot, später auch auf übrige Arte der Lebensmittel.

In der Stadt wurde noch um die Jahrhundertwende im Jahr 1894 das Elektrizitätswerk gebaut. Damit wurden die Lebensbedingungen ihrer Einwohner wesentlich verbessert und es trat die Modernisation der Industrieproduktion ein.

Erster Weltkrieg brachte Unglück, Tragödien und Verschlechterung der Lebensbedingungen im massenhaften Maßstab. Es war aber gleichzeitig  günstige politische Situation, auf die großes Teil slowakischer Politik wartete. Ihre Vertreter glaubten, dass die Slowaken sich von der Untedrückung nur unter den Bedingungen großer Katastrophe und mit Dank der Hilfe von draußen befreien konnten. Die Slowaken und die Tschechen in VSA und Russland nahmen schon am Beginn des Krieges den Gedanken an die unabhängige Tschechoslowakei auf. Dieser Gedanke resonierte schon vor dem Krieg als eine Alternative. Wenn sie sich diesen Gedanken an den Zusammenbruch des Österreich-ungarischen Reich im Jahr 1918 auch die Großmächte des Siegerabkommens aneigneten, war schon der radikale Wechsel der Ordnung in Mitteleuropa und auch in der Slowakei entschieden.

Am 30.-ten Oktober wurde die Tschechoslowakische Republik verkündet. Dadurch entstand in der Slowakei sehr komplizierte Situation. Ungarische Regierungskreise bemühten sich die Ungarnintegrität zu sichern, aber das war im scharfen Widerspruch nicht nur mit dem Bestreben der slowakischen Nationalführer und Intelligenz, sondern auch des slowakischen Volkes.

Neue Zustände wurden für die Entwicklung des slowakischen gesellschaflichen und kulturellen Lebens günstiger. Seit dem März öffneten sich die slowakischen Schulen, zuerst nur Volkschule. Am 7.-ten Februar wurde in der Stadt Spisska Nova Ves erste Nummer der slowakischen Zeitung mit dem Titel „Tatry“ im Druck herausgegeben. Die Zeitung wurde durch den Stadtausschuss gedruckt, der Hauptredakteur wurde Elemir Vollay und der Redakteur der bekannte slowakische Maler Jozef Hanula, der hier auch auf der Bürgerschule unterrichtete. Er druckte auch erste Regeln der slowakischen Rechtschreibung.

Die Entwicklung der Stadt Spisska Nova Ves war in diesen Zeiten, nach dem Krieg offensichtlich. In die Stadt sidelten einige neue Ämter über und mit ihnen auch die Beamten mit ihren Familien. Das waren besonders: das Finanzreferat mit seiner Expositur, das Staatgeodätischamt, Telegraf und Bauamt der Eisenbahnen, das Schulinspektorat, das Gesellschaftsinpektorat u. s. w. Es entstanden hier auch einige Geldinstitute: der Landwirtsgegenseitigschatzkammer, die Volksbank und auch die gegenseitige Genossenschaften zum Beispiel die Zipser Lagergenossenschaft.

In der Stadt trat auch rege Bautätigkeit ein. Es wurden die Baugenossenschaften  die Heimat und die Selbsthilfe gegründet. Diese Institutionen bauten erste große Zinshaus in der Stadt Spisska Nova Ves/ auf der Duklianska Straße steht es bis heute/ und mehr als 300 Familienhäuser gebaut. Mit dem Aufwand von 2 Millionen Kronen baute die Stadt neuen Stadtschlachthof. Der ist bis heute ausgenutzt. Die Bauentwicklung hat von der Seite der Stadt große Investitionen gebraucht. Es war nötig in der Stadt  Wasserleitung und Kanalisation und Elektrizitätsnetz aufzubauen.  Die Stadt litt sehr viel an großen Preisrückgang  des Holzes und Holzrohmaterial. Sie gehörten nämlich zu den effektivsten Quellen der Bezüge der Stadt. 

Die Ergebnisse der Wirtschaftsentwicklung der Stadt konnten alle Besucher der Stadt auf großer „Untertatraausstellung“ in den Tagen 5.-ten bis 14.-ten Juli 1929 sehen. Mit dieser Ausstellung ritzte sich die Stadt Spisska Nova Ves ins Bewusstsein ganzer Slowakei tief ein. Im Rahmen dieser Ausstellung wurde die Statue des Nationalansporners General M. R. Stefanik enthüllt. Sie stand im Park bis ihrer Gewaltzerstörung in den Fünfziger Jahren. Jetzt steht eine neue Statue vor dem Stadtamt.

Die Stadt Spisska Nova Ves überlebte im März 1939 einige dramatische Weilen, die tragische Folgen hatten. Am 10.-ten März besetzten die Stadt die Polizisten im Rahmen des Putsches tschechiser Generalen in der Slowakei. Zwischen den Stadteinwohnern und Polizisten kam es zu dramatischer Situation, weil ihr Kommandant in gesammelte Menschenmenge schießen ließ. Nur energische Intervention des Professors örtlichen Gymnasiums Jozef Brandobur, der die Einwohner zum Auseinandergehen forderten, verhinderte das Massaker. Wenn die Leute weggingen, marschierten auch die Polizisten weg.

Ein paar Tage später am 24.-sten März 1939 um 16, 45 Uhr bombardierte ungarische Luftwaffe die Stadt Spisska Nova Ves. 13 Menschen kamen ums Leben, davon 5 Soldaten. So war die Stadt Spisska Nova Ves die erste Stadt in Mitteleuropa, die schon vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs bombardiert wurde.

Und noch einmal überlebte die Stadt Spisska Nova Ves im Jahr 1939 rege Ereignisse. Im August 1939 wurden zwischen der Stadt und der polnischen Grenze 21 unwäldige Linien gebaut und aus dem Kriegsflughafen in der Stadt Spisska Nova Ves flogen die Flugzeuge bei dem Kriegsangriff nach Polen ab. Am Ende des Septembers waren nach den Amtdaten in der Stadt 16.000 Soldaten, 300 Flugzeuge und 1.000 Motorwagen. In der Nähe der  Stadt wurden auf dem Berg Muran und in dem Dorf Arnutovce zwei deutsche kriegsradiotelegrafische Zentralen aufgebaut. Am Beginn des Oktobers übersiedelte aus der Stadt und ihrer Umgebung ein gewisses Teil der deutschen Truppen. So überlebte die Stadt Spisska Nova Ves kriegliche Sorgen im zweiten Weltkrieg.

6 jährige Epoche, die danach folgte, wurden mit der Existenz der ersten slowakischen Republik, als natürlicher Ausdruck slowakischer Nationalsouveraenität verbunden. Durch ihre Entstehung wurde das Grundrecht des slowakischen Volkes für die Selbstbestimmung erfüllt. Im ganzen Mitteleuroparaum dominierte der Einfluss von Deutschland und die Südslowakei wurde zum Ungarn annektiert.

Zweiter Weltkrieg kettete die Slowakei fester zum Deutschland. Die Koalition England-Amerika-Sowietunion setzte sich nach dem Jahr 1943 gegen die Existention des Slowakischen Staats wider und sie setzte die Renovierung des Tschechoslowakischen Staates durch. Dieser Standpunkt respektierte auch heimische Illegalbewegung und im Jahr 1944 wurde der Slowakische Nationalrat geschaffen und bereitete sich auf bewaffnete Aufstände vor. Die Stadt Spisska Nova Ves war auch dabei. In seinem Wesen war dieser Aufstand vor allem der gewaffnete Widerstand gegen die Ankunft der Deutscharmee in die Slowakei. Die Slowakische Republik brach mit der Ankunf der Sowjetarmee im Jahr 1945 zusammen. Die Sowjetarmee nahm nach mehrtätiger Kanonenschießerei am 27.-sten Januar 1945 die Stadt Spisska Nova Ves ein und sie vertrieb deutsche Kampfeinheiten aus der Stadt.

Im Jahr 1945 wurde der Tschechoslowakische Staat wiederaufgenommen. Über seine politische Abhängigkeit von der Sowjetunion entschieden die Beratungen in der Kriegszeit, wenn er noch nicht existierte. Die Politik gegen die Sowjetunion und heimische Kommunisten beschränkte die Souveränität dieses Staatsgebildes. Der Sowjetsicherheitsdienst - NKVD schleppte einige hunderte Menschen aus unserer Stadt  in sowjetische Arbeitslager weg. Viele von ihnen kamen nie nach Hause zurück.

Slowakisches Volk drückte klar seinen Willen in den Wahlen im Jahr 1946 aus, wenn die Leute Demokratische Partei unterstützten. Das waren letzte freie Wahlen in der Tschechoslowakei.

In den Jahren 1945 - 1948 war ganze Tätigkeit  auf die Renovierung der Stadt und der durch den Krieg zerstörten und verletzten Gesellschaft konzentriert. Nach dem Februar 1948 änderte sich fortlaufende „ Sowjetisation“ der Slowakei und änderte vom Grund das Leben der Stadt. Im Frühling des Jahres 1968 begann das Prozes der Demokratie und es entstand der Föderative Tschecho-slowakische Staat. Diese Bestrebung erstickte die Interventionsarmee der 5 Länder des Warschauer Paktes in den Tagen 20.- ste und 21.- ste August 1968. Sie beendeten die Jahre vergeblicher Hoffnungen und die Normalisation, die im November 1989 wieder anfing.

 

Ungeschriebene Geschichte der Stadt Spisska Nova Ves

In der ungeschriebenen Geschichte der Stadt Spisska Nova Ves finden wir sehr überzeugende Zeugenaussagen. Bemerkenswert ist die Mehrhektarsiedlung in der Stadt auf dem Platz der heutigen Siedlung „Tarca“. Hier wurden auch die Gräber mit kremierten Überresten ihrer Einwohner gefunden.

Außerordentlich günstig war für die ganze Zips der Zeitraum der späten Steinepoche. Bisherige Erkentnisse weisen auf die  prosperierte Gesellschaft auf. Am Ende dieser Epoche  urzeitlicher Geschichten der Zips kamen örtliche Einwohner in den Kontakt mit der Förderung, Verarbeteitung und Ausnutzung des Kupfers.

Entdeckte Bronzegegenstände älteren Typs zeigen auch erste landwirtschaftliche Metalwerkzeuge, die Sichel mit dem Seitendorn. Typische Waffen, aber auch Werkzeuge waren Hacken mit dem Lalokbrückchen, die in der Stadt Spisska Nova Ves gefunden wurden.

In der spätlateinischen Epoche drangen in die Zips die Kelten durch. Sie brachten hier reife Technik  der Eisenverarbeitung. Auf dem Gebiet der Zips wurden bis jetzt in mehrere Lokalitäten mit den Keltmünzen gefunden. In der Stadt Spisska Nova Ves wurden zwei untypische kleine Keltmünzen gefunden. Sie repräsentieren wahrscheinlich ein Drittel goldener Sater des Typs Atena - Alkis. Außerdem fanden hier die Archäologen silberne Keltmünzen „Großbysterec“ Typs. Neben schon erwähnten Münzen ist noch eine kleine silberne Münze bekannt.

In regen Epochen der Völkerwanderung kamen Slaven am Beginn des 6.-ten Jahrhunderts auch in die Zips. Bei der Stadt Spisska Nova Ves in der Lokalität „Pod Kudlovcom“ wurden Teile der Wohnstätten ältester slowanischer Ahnen gefunden.

Im Verlauf des 10.- ten Jahrhunderts wurde die Struktur slowakischer Besiedlung stabilisiert, genau wie die Kommunikationszüge, die später den Grund des Straßennetzes bildeten.

Archäologische Fundorte zeugen davon, dass  das Gebiet der Mittelzips, auf dem die Stadt Spisska Nova Ves liegt, schon in der Zeit des Großmährenreichs besiedelt waren.

Seit dem Zusammenbruch des Großmährenreichs  bis ins Beginn des 13.-ten Jahrhunderts, wenn erste schriftliche Nachrichten erschienen, haben wir keine Nachrichten aus diesem Gebiet.  Diese Lücke ergänzt nur komplexe archäologische Forschung.

Eine schreckliche Katastrophe, die Invasion der Tataren, die sich hier in der Hälfte des 13.-ten Jahrhundert ereignete, ließ nur wenige Leute am Leben. Aus diesem Grund lud der Herrscher hier die Gäste - Kolonisten ein und er gab ihnen außerordentliche Privilegien und Freiheiten. Die Heimkehr der Einwohner der Zips in ihre ursprüngliche Siedlung und Kataster nach dem Ablauf der Tatarinvasion und die Ankunft neuer Kolonisten war nicht ganz ohne Probleme. Darum schickte der Herrscher hier seine Gesandten, damit sie in ganzer Region Zips die Grenze zwischen den Katastern einiger Dörfer abgrenzten.

Über die Deutschenansiedler in der Zips wissen wir, dass sie in der Nähe alter slowanischer Dörfer siedelten. Hier drangen sie mit der Hilfe der Königsdonation durch.  Wir wissen eindeutig, dass die Lokalitäten der Zipsersachsen schon in den fünfzigen Jahren des 13.-ten Jahrhunderts verschiedene Privilegien, mit den stadtgegildeten Elementen hatten.

Letzte archeologische Forschungen zeigten, dass alte Slowanen auf dem Gebiet derzeitiger Stadt Spisska Nova Ves auch im Zeitraum des Großmährischen Reiches lebten. Ihre Ortschaft erstreckte sich auf dem Gebiet der zeitigen Firma Spisstav bis ins Niveau des Parks auf dem Stadtplatz. Nach dem Zusammenbruch des Großmährischen Reiches setzte das Leben in dieser Lokalität fort. Die Bewohner übersiedelten auf das Gebiet zwischen Mlynska Straße und dem Gebäude Reduta übert. Die Archäologen meinen, dass das wahrscheinlich historich bekanntes slowanisches „Iglow“ war. Die Besiedlug in diesem Gebiet wurde in der Hälfte des 13.-ten Jahrunderts bei der Tatarinvasion unterbrochen. Danach kamen hier ursprüngliche Einwohner wieder zurück und sie renovierten ihre zerstörten Heime in alter Siedlung. Zu ihnen siedelten sich in der zweiten Hälfte des 13.-ten Jahrhunderts die Sachsenkolonisten an und sie bauten hier eine neue Ortschaft und sie erwarb fortlaufend die Gestalt heutiger Stadt Spisska Nova Ves. Über dieses Gebietsganze – neue Ortschaft spricht das Dokument vom Erzbischof aus Ostrihom Filip aus dem Tag 29.-ten November 1268. In diesem Dokument wurde diese Ortschaft als „ plebanus de Villa Nova“ erwähnt. Das ist die erste schriftliche Erwähnung über die Stadt Spisska Nova Ves.